Großer Auftritt

Sie sind überlebensgroß. Sie ergreifen unsere Aufmerksamkeit in einer neuen Dimension – die Rede ist von riesenhaften belebten Figuren. Wie die auf dem oberen Bild.

Gemeint sind aber im Besonderen die dreidimensionalen, beweglichen Puppen, die von mehreren Spielern animiert werden müssen.

Kollektivanimation

Mein Weg mit den ganz großen Großpuppen begann 2012.
Ich war auf der Suche nach neuen Ensembleerfahrungen,
nachdem ich 3 Jahre meines Studiums mehr oder weniger auf dem Weg zum Solisten durchlaufen hatte.
Dann lernte ich den Erfinder des Riesen DUNDU kennen.
Schnell wurde mir klar, dass hier eine neue Form des Puppenspiels möglich und nötig war. Als Teil des Ensembles, dem ich bald beitrat, konnte ich die Animation weiter erforschen und in der gemeinsamen Arbeit neue Spielstrukturen einführen.

Bachelorarbeit „Riesen sind anders“

2013 schloss ich mein Studium im Theorieteil mit den Schwerpunkten Kollektivanimation und Wahrnehmungsästhetik von Riesen und Großpuppen ab. Die schriftliche Arbeit erforderte meine Suche nach weiterem Anschauungsmaterial, und siehe da – ich fand Großpuppen auf der ganzen Welt!
Mit zum Teil unglaublichem Arbeitsaufwand wurden überall gemeinsame Momente von Spiel, Gestaltung und Nähe geschaffen. Egal ob Theaterpuppe, Riesenmaskottchen oder Showfigur – die notwendige Überwindung von logistischen und sozialen Barrieren ermöglichte in allen Projekten einen ganz besonderen Ausdruck
und daneben das große Zugehörigkeitsgefühl der Spieler.
Es gibt so viele verschiedene gute Ideen mit Riesen!

Und weiter

Noch immer beschäftigt mich deren Rolle, der Kontext
ihres Auftritts und die Suche nach Themen, welche den Riesen besonders eigen sind. Auf unseren Touren ergibt sich von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, andere Ensembles zu besuchen und Informationen auszutauschen. Die neuen Erkenntnisse halte ich schriftlich fest.

In ein paar Jahren ist es hoffentlich möglich, die Aufzeichnungen zu veröffentlichen, um sie für neue Ensembles, für Spieler und Regisseure nutzbar zu machen. Bis dahin finden hoffentlich noch viele weitere Treffen mit alten und neuen Visionären des Großpuppentheaters statt.

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