35 – Elphenbein

Achtung – dieser Fortsetzungsroman ist keine gute-Nacht-Geschichte. Achtung, nur für Erwachsene. Informationen zu „Elphenbein“ mit *klick* aufs Bild im Text. (Foto: Pies Gestalten)

Kapitel 35 – Fünfunddreißig

Die Nacht wurde besser. Noch vor Morgengrauen fuhr jemand zurück nach Dresden. Nahe der Elbe ließ er uns aussteigen.
Der Regen hatte nachgelassen.
Wir liefen die zwei Kilometer bis zur Wohnung im Eiltempo.

Ich kann mir Helias Gesicht nicht vorstellen, nur ihre Haare, vielleicht die ungefähre Silhouette.

Nette Vorstellung.
Sie wand sich mit mir; die roten Locken wellten sich um ihre Schultern und hingen von den Oberarmen; während wir uns küssten in meinen Mund. Ich wischte sie von den Lippen und zog sie aus meinen Mundwinkeln, dann zog ich die ganze Frau von mir herunter auf das Bettlaken. Sie strich mir an der Taille entlang und stemmte mich nach oben, als wäre ich aus Papier, Ihre Hände umklammerten meine Rippen. Sie zog ihre Knie auseinander und presste sich gegen mein Becken.
Sie war wild, versuchte sofort, sich aufzustreifen, kleine Sau, ich spürte den Druck bis tief nach innen.

Auch wenn man da angeblich gar nichts fühlt.

Ein paar sekunden ließ ich sie gewähren und wach werden und fit genug zum schreien, aber dann konnte ich nicht mehr.
Ich zwang sie, mich anzusehen, aufzuhören. Innerlich zählte ich bis drei… – und dann wollte die Frage gestellt werden.

Anfangs fehlte mir die richtige Formulierung.
“ – …Sag es!“
– Was.

„Na los! Sag schon.“ …
– was denn?
Sie wollte weitermachen, aber ich ließ sie nicht.

Sag, was du von mir willst.
Im Moment alles, was wir machen.
Nein, das reicht nicht. sag, was du so richtig willst.

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und drückte die Hüfte nach oben weg, meine Jeans außer Reichweite ihres Tangas, hatte sie nichts mehr zum dran reiben.
Aber sie lachte nur und stemmte sich mir hinterher, schlang ein Bein um meinen hintern. Keine Antwort mehr. Na dann.
Ich befreite meinen Oberkörper und lehnte mich gegen die Wand.

Sie verstand nicht. Legte ihre Hand auf mein Bein, versuchte, mich zu streicheln, E, es sind jetzt zwei Wochen vergangen, im Ernst, zwei Wochen lang nichts, genau die kritische Phase für Kopfkino. Sie lächelte breit, bettete ihren Kopf in meinem Schoß.

Wunderhübsch, also 14 Tage Zeit, um ständig hemmungslos geil zu sein…?
Sowas von! Sie strich mit den Fingern durch ihre Haare, ließ ihre Hand da liegen, befummelte mich. Süchtig wird nur, wer die Sucht auch füttert.
Sie fischte nach meinem Gürtel, um ihn aus der Hose zu ziehen. Es gelang nicht ganz, aber sie hielt ihn gespannt.

Ihre Haltung, ihr Blick und alles andere verrieten die unausgesprochene Aufforderung zum Spielen. So ein Pech, dass ich es viel interessanter fand, einfach abzuwarten.

Ich tat nichts.
Und das war ein Fehler.

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